NSU OSL 251 BJ. 1951

Die Bezeichnung bedeutet: „Nekarsulmer Motor-/Fahrzeugwerke AG“,
Obengesteuert, Sport, Luxus, 250 Kubik, 1 Zylinder

Daten: Einzylinder - Viertaktmotor, ohv, 242 ccm, 10,5 PS bei 5000 U/min,
Höchstgeschwindigkeit ca. 95 km/h, 4 Gang–Getriebe, Gewicht 135 kg,
Bauzeit: von 1933 bis 1952, Stückzahl: 67.465, Preis 1949: 1500 DM.

Konstruiert hat sie der von Norton kommende Engländer Walter William Moore.
In ihrer fast 20-jährigen Bauzeit(!) wurde die „Vorkriegskonstruktion“ nur geringfügig verändert.
Abgelöst wurde sie durch die NSU Max.

Mehr sein als Schein, der Motor täuscht eine Königswelle vor. Stattdessen befinden sich in dem
verchromten Rohr was vom Motorgehäuse bis in den Zylinderkopf verläuft, zwei Stößelstangen.
Gewöhnungsbedürftig ist die Rechtsschaltung und die schwache Vorderbremse. Als „Engländerin“
ist sie nie ganz dicht und verliert immer ein paar Tropfen Öl. Vergaserseitig sehr empfindlich.

Historie: von der Erstzulassung 01.07.1951 bis ca.1978 ist die Historie leider nicht mehr
nachvollziehbar. Ende der siebziger Jahre wurde das Motorrad von einem Schrotthaufen in
Künzelsau für 50 DM erworben. Es folgte die Überführung nach Köln/ Porz- Elsdorf, wo sie vom
angehenden Unternehmer in einer Scheune in Porz-Elsdorf zwischengelagert wurde. In einer Art
Dornröschenschlaf stand das Motorrad über 20 Jahre von ca. 1980 – 2001 bei dem Teilehändler
für Oldtimer-Motorräder in Porz- Urbach und später in Remscheid. 2001 wurde die OSL erworben,
wieder nach Köln überführt und vom neuen Besitzer restauriert. Die Wiederzulassung für den
Straßenverkehr erfolgte im Jahre 2003. Aus Altersgründen wurde 2009 die NSU verkauft. Das
Fahrzeug wurde aus dem Nachlass des Folgebesitzers im Dezember 2012 weiter verkauft.

Sound der NSU OSL 251